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Verbindung

Die Gruppe Verbindung legt fest, womit benachbarte Korpusplatten verbunden werden. Sie steuert sowohl die in der Beschlag-/Bearbeitungsliste ausgewiesenen Verbinder als auch — bei der Nut — die reale Geometrie der Teile.

Inspektor-Gruppe „Verbindung"
Inspektor-Gruppe „Verbindung"

Verbindungsbereich — wann diese Gruppe (nicht) erscheint

Die Verbindungsart betrifft stumpf gestoßene Verbindungen. Sind die Ecken bereits verzinkt (Fingerzinken/Schwalbenschwanz), sind sie geometrisch gekämmt — die Verbindungsart berührt sie nicht. Sie gilt dann nur noch für:

  • Traversen (wenn der Oberboden aus Traversen besteht) und
  • die Mittelseite (wenn der Korpus senkrecht geteilt ist).

Die App reagiert darauf:

  • Verzinkte Ecken ohne Traversen und ohne Mittelseite → die ganze Gruppe wird ausgeblendet (es gibt nichts stumpf zu verbinden).
  • Verzinkte Ecken mit Traversen und/oder Mittelseite → ein Hinweis nennt den eingeschränkten Geltungsbereich („Die Ecken sind verzinkt – die Verbindungsart gilt nur für …").

So vermeidest du die widersprüchliche Angabe „Dübel an einer Zinkenecke".

Verbindungsart

Runddübel

  • Was es macht: Holzdübel in gegenüberliegende Bohrungen. Zusätzliches Feld: Dübel-Ø (4–12 mm, Standard 8 mm).
  • Wann man es nutzt: Der Standard im Plattenmöbelbau — günstig, mit Dübelschablone/Reihenbohrgerät schnell.
  • Vor- & Nachteile: Preiswert und überall verfügbar; Dübel zentrieren und positionieren das Teil (deshalb werden an kurzen Stößen mindestens zwei gesetzt). Verlangt exakte Bohrbilder auf beiden Seiten.

Domino

  • Was es macht: Flachdübel-/Lamellen-Tenons des Festool-Domino-Systems. Zusätzliches Feld: Domino-Größe (4×20 … 10×50). Die Frästiefe pro Seite ist die halbe Tenonlänge.
  • Wann man es nutzt: Schnelle, sehr präzise Verbindung mit definierter Ausrichtung; beliebt in der Profi-Werkstatt.
  • Vor- & Nachteile: Sehr gute Kombination aus Positionierung und Festigkeit, schnelle Fertigung — erfordert aber die Domino-Fräse.

Lamello

  • Was es macht: Flachdübel (Keksverbinder). Zusätzliches Feld: Lamello-Größe (#0 / #10 / #20).
  • Wann man es nutzt: Ausrichten von Plattenstößen, Gehrungen, leichten Rahmen.
  • Vor- & Nachteile: Günstig und tolerant beim Ausrichten in Längsrichtung; weniger zugfest als Dübel/Domino. Gut zum Positionieren, weniger als reiner Lastträger.

Schrauben

  • Was es macht: Direktverschraubung der Platten.
  • Wann man es nutzt: Werkstatt-/Montagemöbel, Korpusse die zerlegbar bleiben sollen, schnelle Prototypen.
  • Vor- & Nachteile: Schnell, ohne Spezialwerkzeug, sofort belastbar; sichtbare Schraubenköpfe (sofern nicht verdeckt/gedübelt). In Spanplatten-Stirnkanten hält die Schraube schlechter als in der Fläche.

Nut (Dado)

  • Was es macht: Das einzuschiebende Teil taucht in eine Nut (Dado) im aufnehmenden Teil ein. Zusätzliches Feld: Nuttiefe (3 mm bis max. halbe Materialstärke). Diese Tiefe verlängert das eingenutete Teil real — die Geometrie ändert sich also, nicht nur die Beschlagliste.
  • Wann man es nutzt: Feste, selbstpositionierende Verbindung für Böden/ Trennböden; nimmt Querkräfte gut auf.
  • Vor- & Nachteile: Mechanisch formschlüssig und gut ausgerichtet; schwächt das aufnehmende Teil um die Nuttiefe (daher die Begrenzung auf die halbe Stärke). Erfordert sauberes Nutfräsen.

Abstände (für Dübel/Domino/Lamello/Schrauben)

Bei allen Verbindern außer der Nut erscheinen zwei Felder:

  • Max. Abstand (32–600 mm, Standard 250 mm): der größte zulässige Abstand benachbarter Verbinder entlang eines Stoßes. Die App verteilt die Verbinder gleichmäßig so, dass dieser Abstand nicht überschritten wird.
  • Randabstand (10–150 mm, Standard 37 mm): wie weit die äußersten Verbinder von den Enden des Stoßes entfernt sitzen. Der Wert 37 mm passt ins System-32-Raster.

Aus Stoßlänge, Max. Abstand und Randabstand ergibt sich die Anzahl der Verbinder — sie steht in der Beschlagliste.


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