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Listen, Schnittliste & Sägeplan

Die untere Leiste fasst alle erzeugten Listen zusammen. Sie hat vier Reiter: Teileliste, Kosten, Schnittliste und Zeichnung. Die Leiste lässt sich in der Höhe verstellen und einklappen (mehr Platz für die 3D-Ansicht).

Teileliste

Teileliste mit Beschlägen und Bearbeitungen
Teileliste mit Beschlägen und Bearbeitungen

Die Stückliste aller Zuschnittteile, hierarchisch gruppiert.

  • Gruppierung: standardmäßig nach Rolle (Seite, Boden, Deckel, Rückwand, Tür, Schubladenfront …; bei einer Spannkasten-Platte auch Rippe, Opferstreifen, Blende und Unterboden). Bei mehreren Korpussen kannst du auf nach Korpus umstellen (dann erst Korpus, darin die Rollen).
  • Spalten: Bauteil, Material, Länge, Breite, Stärke, Maserung (↕ längs, ↔ quer, – egal), Kanten (welche Kanten bekantet sind) und Anzahl. Gleiche Formate werden zu einer Zeile zusammengefasst (mit Anzahl); per Pfeil klappst du die Einzelteile auf.
  • Suche: Freitextsuche über Name, Material, Maße und Einzelteil-Labels (z. B. „Schublade 2" findet die zweite Lade).
  • Sichtbarkeit (Auge-Spalte): Jede Zeile/Gruppe lässt sich aus- und einblenden — das blendet die Teile synchron im 3D aus (gut, um ins Innere zu schauen). Ausgeblendete Teile zählt die App im 3D-Overlay; „alle einblenden" setzt zurück.
  • Farb-Swatch: Pro Rolle eine Farbe wählen — dieselbe Farbe nutzt die 3D-Option „Einfärben".

Beschläge & Bearbeitungen

Unter der Teileliste stehen zwei weitere Tabellen (sofern vorhanden):

  • Beschläge = kaufbare Teile, je Spezifikation eine Zeile: Runddübel Ø…, Domino …, Lamello #…, Schrauben, Topfbänder, Bodenträger. So lässt sich der Beschlag direkt bestellen.
  • Bearbeitung = Bearbeitungsschritte (kein Beschlag): System-32-Bohrungen, Lochraster-Bohrungen einer Spannkasten-Platte (je Durchmesser, durchgehend), Nuten, Fingerzinken. (Eine Nut ist bewusst kein Beschlag.)

CSV-Export: Teileliste-CSV und Beschläge-CSV über die Buttons rechts oben.

Bestellliste (PDF) druckt eine kompakte Liste für den Zuschnitt-Lieferanten – keine Zeichnungen: je Material eine Tabelle mit Pos.-Nummer (= Nummer der DXF-Datei), Teil, Länge × Breite × Stärke, Stückzahl, Maserung und Kanten, dazu je Material Teileanzahl, Fläche und Plattenzahl. Im Druckdialog „Als PDF sichern“ wählen. Die Teileliste selbst lässt sich zusätzlich nach Material gruppieren.

Prüfung vor der Bestellung

Über der Teileliste steht die Prüfung: grün, wenn alles passt, sonst eine Liste mit Fehlern (rot) und Hinweisen (orange), jeweils mit Korpus und Bauteil.

Prüfung Art Was geprüft wird
Fächer Fehler Front, Schubladen, Türen und Schiebetüren passen in ihr Fach (wie im Korpus-Formular).
Bearbeitungen Fehler In jedem Teil: zwei Bearbeitungen schneiden sich (z. B. Dübel in eine Nut), eine Sackbohrung bricht durch, eine Bearbeitung reicht über den Rand. Gewollte Paare (PV-Schaft und -Gehäuse, Nuten untereinander, Durchgangsbohrungen für Hunde und Griffe) zählen nicht.
Lochbild Hinweis Ausgelassene Löcher sind Rasterpositionen. Ändert sich das Raster (andere Tiefe oder Länge), zeigen sie auf andere Löcher – dann bitte im Lochbild prüfen.
Deckplatte Hinweis Größte freie Spannweite zwischen zwei Rippen gegen das, was die Plattenstärke trägt: höchstens 1 mm Durchbiegung unter 100 kg Punktlast auf 200 mm Breite.
Einlegeböden Hinweis Durchbiegung unter 100 kg/m² höchstens 1/300 der Spannweite.
Kippen Hinweis Frei stehender Korpus (ohne Arbeitsplatte) höher als doppelt so tief.
Stellfüße: Teller Fehler / Hinweis Fehler, wenn der Spalt zum Boden kleiner ist als Teller + Mutterplatte (der Teller passt nicht darunter); Hinweis, wenn der Teller dünner ist als die Schraube.
Stellfüße: Schaft Fehler Mit Schaftlänge: Beim eingestellten Spalt drückt die Schraube gegen den Korpusboden (zu lang) oder greift nicht mehr ganz ins Gewinde (zu kurz).
Stellfüße Fehler Nur bei Stellfüßen (an den Kreuzungen oder mittig): ein Schlüsselloch trifft keinen Korpusboden – der Fuß ist von oben nicht erreichbar.
Rollen Fehler Nur bei verleimter Leiter mit angegebener Tragkraft je Rolle: Eigengewicht + Zuladung je Rolle gegen die Tragkraft.

Die Steifigkeit der Platten ist geschätzt: Multiplex/Sperrholz 9000 N/mm², MDF 3000, HDF 4000, Spanplatte 2500; das Gewicht mit 680 / 750 / 850 / 650 kg/m³. Die Annahmen sind bewusst einfach – die Prüfung soll grobe Fehler finden, keine Statik ersetzen.

Beim Bauen räumt Carcassist einiges selbst auf: Lochreihen- und Bodenträgerlöcher, die eine Verbindung, eine Scharnierplatte oder die Rückwandnut treffen würden, entfallen; Bohrungen von beiden Seiten einer Mittelseite werden höchstens halb so tief wie die Platte; in Fächern mit Schiebetüren rücken die vorderen Verbinder hinter die Nuten.

Kosten

Kosten-/Materialübersicht
Kosten-/Materialübersicht

Platten: pro Material eine Zeile — Stärke, Teile, Fläche m², Kanten m (laufende Meter Umleimer), Platten (ganze Platten laut Nesting), Verschnitt % und Kosten €. Die Kostenbasis wählst du über der Tabelle: Ganze Platten (Plattenzahl × Plattenpreis – so kaufst du, wenn du die Platten selbst besorgst und nesten lässt oder selbst sägst) oder Teilefläche (Fläche × €/m² je Teil – so rechnet ein Zuschnittservice im Holzhandel, der den Verschnitt behält). CSV-Export: Material-CSV mit beiden Werten.

Kanten nach Dekor: laufende Meter je Kantendekor + Stärke — die Bestellliste fürs Kantenband. CSV-Export: Kanten-CSV.

Beschläge (Kosten): Menge × €/Stück je Kategorie — Topfband, Auszug (Paar), Griff, Bodenträger, Verbinder (Dübel/Exzenter/…) — plus die Kante (€/m). Die Stückpreise stellst du im Reiter Projekt → Preise (Beschläge) ein.

Abschließend die Gesamtkosten = Platten + Beschläge + Kanten.

Plattenzahl und Verschnitt kommen aus demselben Nesting wie der Schnittliste-Reiter; die Nesting-Einstellungen dort (optimal / Streifen, durchlaufende Maserung) wirken auch hier.

Schnittliste (Sägeplan / Nesting)

Schnittliste: optimierter Plattenplan
Schnittliste: optimierter Plattenplan

Hier werden alle Teile auf reale Plattenformate verschachtelt (genested), pro Material getrennt. Jede Platte wird maßstäblich gezeichnet, mit Teil-Label, Maßen und (bei Maserung) Maserungsstreifen. Oben stehen die Steuerungen:

Sägeblatt (Kerf)

Die Schnittfugenbreite des Sägeblatts (0–10 mm, Schritt 0,1; Projekt-Standard 3 mm). Zwischen zwei Teilen geht je Schnitt diese Breite verloren. Die App berücksichtigt den Kerf nur bei Schnitten zwischen Teilen — ein einzelnes Teil darf die volle nutzbare Fläche belegen.

Anschnitt (je Kante)

Ein sauberer Besäum-Rand, der auf jeder Seite der Platte reserviert wird (0–50 mm, Standard 10 mm), bevor genested wird. Nutzbare Fläche = Plattenmaß − 2 × Anschnitt je Achse. Industrieplatten haben oft eine unsaubere/abgestoßene Werkskante — der Anschnitt sägt sie weg.

Schnittmodus

  • Optimal (wenig Verschnitt): Eine Best-of-N-Optimierung probiert viele Varianten (Sortierungen × Ausrichtung × Platzierungsheuristik × Drehen an/aus) und behält die sauberste. Alle Layouts bleiben guillotine- schneidbar (durchgehende Kant-zu-Kant-Schnitte, wie sie eine Platten-/ Tisch-/Tauchsäge real ausführen kann — verschachtelte „Pinwheel"-Layouts kann man nicht sägen).
    • Vor- & Nachteile: beste Plattenausbeute, gute Optik; das Schnittmuster ist weniger gleichförmig als beim Streifenschnitt.
  • Streifen (auftrennen): Die Produktionsweise — erst Streifen über die volle Plattenlänge auftrennen, dann die Teile aus jedem Streifen ablängen. Klappt nur, wenn jedes Teil in einen Streifen passt; sonst fällt die App automatisch auf den freien Nest zurück.
    • Vor- & Nachteile: deutlich weniger Rip-Schnitte an der Plattensäge, sauberer Arbeitsablauf, die Reststücke sind ganze Streifen; tendenziell etwas mehr Verschnitt als „Optimal".
    • Streifenbreite (0–2070 mm): erzwingt jeden Streifen auf diese exakte Breite (z. B. die Korpustiefe als Standard-Rip). 0/leer = übliche/teilebezogene Breiten.

Fortlaufende Maserung

  • Was es macht: Schneidet den Frontstapel eines Korpus als eine Platte zu und trennt sie anschließend auf — so läuft die Maserung durchgehend über alle Fronten (Schubladenfronten/Türen) hinweg.
  • Wann man es nutzt: Bei Echtholz/Dekor mit sichtbarer Maserung, wenn die Fronten optisch „aus einem Stück" wirken sollen.
  • Vor- & Nachteile: Edler durchlaufender Maserungsverlauf; im Plan wird die kombinierte Platte gestrichelt umrahmt, die internen Kerf-Spalte sind die Auftrenn-Schnitte. Bindet die Fronten lagebezogen zusammen (etwas weniger Freiheit beim Nesten). Wirkt nur bei Materialien mit Maserung.

Maserungs-Darstellung

Schnittliste mit Maserungsstreifen und fortlaufender Maserung
Schnittliste mit Maserungsstreifen und fortlaufender Maserung

Teile auf einem Material mit Maserung werden mit Maserungsstreifen gezeichnet und nie gedreht (die Laufrichtung bleibt erhalten). Da sie nicht gedreht werden, laufen die Streifen immer längs der Plattenlänge. Eine gestrichelte braune Umrandung kennzeichnet eine fortlaufende-Maserung-Platte.

Verschnitt & Offcut-Kompaktierung

  • Verschnitt % pro Material: 1 − Teilefläche / Plattenfläche.
  • Nach dem Nesten kompaktiert die App jede Platte: Die Teile werden nach oben/links „zusammengeschoben", sodass der Rest in einem zusammenhängenden Offcut liegt statt in Splittern auf beiden Seiten — das Reststück bleibt also als verwendbare Restplatte erhalten. Die Kompaktierung ändert nie die Plattenzahl oder den Verschnitt und nur, wenn das Ergebnis überlappungsfrei und guillotine-schneidbar bleibt.
  • Die Optimierung bewertet Layouts in dieser Reihenfolge: (1) Plattenzahl (der echte Materialverbrauch), (2) leere Fläche auf den Nicht-letzten Platten (sammelt den Verschnitt auf der letzten Platte zu einem großen Rest), (3) Anzahl unterschiedlicher Schnittkanten als reiner Gleichstand- Tiebreaker (Sauberkeit).

Streifenschnitt

Schnittliste im Streifenmodus
Schnittliste im Streifenmodus

Im Streifenmodus liegen die Teile in vollen Längsstreifen — sichtbar an den durchgehenden Rip-Bändern.

Sägeplan & Schnittvorschau

  • Sägeplan — N Schnitte: Unter jeder Platte klappt eine geordnete Schnittliste auf: je Schnitt Richtung (Waagerecht/Senkrecht), Position in mm und der Bereich, über den er läuft. Waagerechte Schnitte (Reihen/Streifen) kommen zuerst.
  • Schnittvorschau: Ein Button öffnet eine interaktive Vorschau — klicke ein Stück an, um die nächsten Schnitte darauf zu sehen (Schritt für Schritt bis zum fertigen Teil).
  • Nicht platzierbare Teile: Teile, die auf keine Platte dieser Größe passen (zu groß), werden mit Warnung und Maßen aufgelistet statt still verschluckt.

Zeichnung

Technische Zeichnung
Technische Zeichnung

Maßstäbliche technische Zeichnungen: eine Übersichts-/Deckseite (Gesamtmaße, Korpusse, Platten, Bauteile, Positionen; bei einer Spannkasten-Platte mit dem Lochraster als Punktmuster auf Deckplatte, Stirnseiten und Leisten) und maßstäbliche Einzelteil-Zeichnungen mit Bemaßung, Maserungsrichtung, Bohrbildern (Raster, erstes Loch, Reihen) und Tiefen. Export: Drucken / PDF (mehrseitig, nicht auf die erste Seite beschnitten) und DXF Teile + Platten (CNC) — ein ZIP, derselbe Knopf im Schnittliste- und im Zeichnungs-Reiter, mit zwei Ordnern:

Inhalt Was drin ist Für wen
teileliste.csv eine Zeile je DXF: Pos, Datei, Bauteil, Material, Maße, Maserung, Kanten, Anzahl, Teil-ID der Kalkulator – die Pos.-Nummer steht auch im Dateinamen
README.txt Ordner, Layer-Legende, Ansichtskonvention, was nicht in den DXF steckt wer die Dateien einliest
parts/<Material>/<Pos>_<Modul>_<Bauteil>.dxf je Bauteil eine Datei: Kontur, Bohrungen mit Durchmesser und Tiefe, Nuten, Schlitze als Layer. Modul = Korpus (mit Schublade), Arbeitsplatte oder Sockel; gleiche Teile sind eine Datei, die Spalte „Verbaut in“ der CSV sagt, wo sie hingehören die Werkstatt nestet selbst auf ihrer Maschine
sheets/<Material>/Platte_<n>.dxf je genesteter Platte alle Teile an ihrer Position, mitgedrehte Bearbeitungen, Plattenkontur (Layer SHEET, cyan), Beschriftung (Layer LABEL) die Platte wird 1:1 so gefräst, wie die Schnittliste sie zeigt

Gezeichnet ist immer die Fläche mit den meisten Bearbeitungen (bei Seiten die Innenseite). Bearbeitungen von der Gegenseite tragen den Layer-Suffix _BACK, Bohrungen in die Schmalfläche _EDGE – eine blinde Bohrung landet so nie auf der falschen Seite. Die Fase am Lochraster liegt als Kreis auf r + Fasenbreite auf dem Layer CHAMFER_C<Breite>. Zwei Häkchen neben den Reitern steuern, was ins DXF kommt: Kantenbohrungen (Schmalflächen, _EDGE; standardmäßig aus, weil sie ein Horizontalbohrwerk brauchen) und Verbindungsbohrungen (Dübel, Domino, Lamello in den Flächen; standardmäßig an). Weggelassenes steht in der README. Die sheets/-Dateien folgen der Nesting-Einstellung, die gerade im Schnittliste-Reiter gewählt ist (optimal / Streifen, durchlaufende Maserung).


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