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Beschläge & Bohrungen

Diese Gruppe bündelt — pro Korpus — die front- und schubladenbezogenen Beschläge mit den dafür nötigen Bohrungen: Topfbänder (Scharniere) und Griffe in den Fronten sowie die Auszüge (Schienensystem + Schienenlöcher). Die erzeugten Löcher erscheinen in der Bearbeitungs-/Beschlagliste und — bei eingeblendeten Bohrungen — im 3D-Modell.

Inspektor-Gruppe „Beschläge & Bohrungen"
Inspektor-Gruppe „Beschläge & Bohrungen"

Topfbänder (Scharniere)

Nur bei einer Türen-Front. Legt fest, wo die Topfbänder sitzen — und damit, wohin die Tür öffnet: Die Tür öffnet an der der Bandseite gegenüberliegenden Kante.

  • Bandseite: Auf welcher senkrechten Kante die Topfbänder (und ihre Topfbohrungen) sitzen — Automatisch (außen) (linke Tür links, rechte Tür rechts; eine Einzeltür links), oder fest Links/Rechts.
  • Anzahl automatisch: Die Bänderzahl ergibt sich aus der Türhöhe (2 Bänder bis 900 mm, dann +1 je ~700 mm). Das spiegelt die Beschlag-Faustregel wider.
  • Topf-Ø (20–40 mm, Standard 35 mm): Durchmesser der Topfbohrung (Standard- Topfband = 35 mm).
  • Topfmitte vom Türrand (16–30 mm, Standard 22 mm): Abstand der Topfmitte von der Türkante.
  • Randabstand äußere Bänder (40–150 mm, Standard 90 mm): Abstand der obersten/untersten Bänder von den Türenden.

Griffe

Wo und wie Griffe in Türen und Schubladenfronten gebohrt werden:

Keine

  • Was es macht: Keine Griffbohrung.
  • Wann man es nutzt: Grifflose Fronten (Push-to-open, Griffleisten, Fräsgriffe).
  • Vor- & Nachteile: Glatte Front; der Öffnungsmechanismus muss anderweitig gelöst sein.

Einzeln (mittig)

  • Was es macht: Eine einzelne, mittige Bohrung.
  • Wann man es nutzt: Knöpfe oder Einlochgriffe.
  • Vor- & Nachteile: Minimaler Bohraufwand; nur für einpunktig befestigte Griffe.

Bügelgriff (2 Löcher)

  • Was es macht: Ein Bügel-/Stangengriff, an zwei Löchern im Abstand Lochabstand befestigt (kein Griffpaar — es ist ein Griff mit zwei Bohrungen).
  • Wann man es nutzt: Die übliche Bügelgriff-Montage.
  • Vor- & Nachteile: Stabile Zweipunkt-Befestigung; der Lochabstand muss zum gekauften Griff passen.

Ausrichtung

  • Automatisch: Türen bekommen einen senkrechten Griff an der Öffnungskante, Schubladen einen waagerechten nahe der Oberkante — die übliche Wahl.
  • Senkrecht / Waagerecht: erzwingt die Ausrichtung — z. B. ein waagerechter Bügelgriff auf einer Tür (das Griffpaar läuft dann quer, mittig nahe der Oberkante).

Parameter der Griffbohrung

  • Lochabstand (nur bei „Bügelgriff", 32–320 mm, Standard 128 mm): der Bohrungsabstand des Bügelgriffs — übliche Maße sind 96/128/160 mm.
  • Loch-Ø (3–12 mm, Standard 5 mm): Bohrdurchmesser für die Griffschraube.
  • Randabstand (10–150 mm, Standard 40 mm): Abstand vom maßgeblichen Frontrand — waagerecht von der Oberkante, senkrecht von der Öffnungs-/Vertikalkante.
  • Bezugskante & Abstand / Versatz: die Position entlang des Griffs. Erscheint erst, sobald eine feste Ausrichtung gewählt ist (bei Automatisch mittig). Wähle die Bezugskante — senkrecht Oben/Mittig/Unten, waagerecht Links/Mittig/Rechts. Bei Oben/Unten (bzw. Links/Rechts) gibst du den Abstand von dieser Kante an. Bei Mittig gibst du den Versatz aus der Mitte ein (Feld Versatz, 0 = mittig): ein positiver Wert schiebt nach oben (bzw. links), ein negativer Wert (mit ) nach unten (bzw. rechts). Hinter dem Wert wird die Richtung angezeigt — (nach oben), (nach unten) … bzw. (mittig) bei 0. So sitzt z. B. ein Türgriff bündig oben statt in der Mitte.

Auszüge

Dieser Abschnitt erscheint nur, wenn der Korpus mindestens ein Schubladen-Fach enthält.

Auszugssystem & Auszugslänge

Hier wählst du das Schienensystem (Katalog wie Blum Legrabox/Metabox … oder Eigene (Maße)) und die Auszugslänge. Das System bestimmt zugleich den Schubkasten: eine Metallzarge liefert die Seiten (dann werden bei der Schublade nur Boden + Rückwand zugeschnitten), ein Holzsystem lässt die Holzkasten-Optionen bei der Schublade stehen. Die Länge ist durch die Korpustiefe begrenzt; 0 = automatisch aus der Tiefe.

Schienenlöcher bohren

Schalter, der die Montagelöcher der Auszugsschienen an den Korpuswänden (und Mittelseiten) jedes Schubladen-Fachs erzeugt — bei Seitenmontage zusätzlich an den Schubladenzargen. Aus = keine Schienenlöcher (z. B. wenn du selbst anreißt).

Bohrbild-Anzeige

Unter dem Schalter steht das erzeugte Bohrbild, z. B. „Bohrbild: 37, 69, 320 mm ab Vorderkante · Höhe −14,6 mm ab Schubladenboden": die Lochtiefen ab Vorderkante und die Höhe der Schienenlinie über dem Schubladenboden (negativ = darunter, typisch für Unterflur). Mögliche Zusatzhinweise:

  • Hinterer Halt über separate Konsole — kein seitliches Loch hinten; der Rückhalt sitzt auf einer tiefenabhängigen Konsole.
  • Maße aus Herstellerzeichnung — Bohrbild aus einer Zeichnung gelesen (nicht aus einer CNC-Vorlage); vor der Fertigung mit dem Datenblatt abgleichen.

Eigene (Maße)

Ist als System Eigene (Maße) gewählt, erscheinen die manuellen Bohrbild-Felder (gilt als Seitenmontage, die Zarge wird mitgebohrt):

  • Vordere Löcher je Schiene: Anzahl der vorderen Befestigungslöcher.
  • Erstes Loch ab vorne: Abstand des ersten Lochs von der Vorderkante.
  • Lochabstand: Rasterabstand der vorderen Löcher (32-mm-System).
  • Höhe ab Schubladenboden: Höhe der Schienenlinie (negativ = unter dem Schubladenboden).
  • Auszugslänge (0 = autom.): Nennlänge; hinten wird ein Loch auf dieser Länge gesetzt, 0 = automatisch aus der Tiefe.

Weiter: Sockel & Arbeitsplatte